Salzburg Airport W. A. Mozart
Salzburg Airmail Newsletter
 
 
 
BalkenTravel Information
Santiago de Compostela
Die Pilgerkathedrale von Santiago de Compostela

Land: Spanien - Galicien

Flughafen: Santiago de Compostela (SCQ)

Sprache: Spanisch, Galicisch

Einwohner: rund 93.000

Währung:
1 Euro = 100 cent

Zeitdifferenz zu MEZ/MESZ: keine

Flüge: Niki / Air Berlin

Hotelsuche

Pauschalreisen:
> Touropa.com
> Günstige Reisen - 30 Veranstalter im Opodo-Vergleich

Leihauto: Günstige Mietwagen bei Sixt Holiday Cars!

Reiseliteratur bei Amazon

Santiago de Compostela in Kürze
Santiago de Compostela ist die Hauptstadt der Autonomen Gemeinschaft Galicien und hat rund 93.000 Einwohner. Die Stadt ist katholischer Erzbischofsitz und Wallfahrtsort, Ziel des Jakobsweges sowie Standort der Universität Santiago de Compostela und wichtiger pharmazeutischer Industrie.
In Galicien wird neben Spanisch das mit dem Portugiesischen eng verwandte Galicische (galic. Galego, span. Gallego) gesprochen. Das Galicische ist seit 1981 in dieser Region - aber nicht in Gesamt-Spanien - Amtssprache neben dem Spanischen. Im November 2005 wurde Galicisch als "offizielle Sprache", nicht jedoch als eine der Amtssprachen der Europäischen Union anerkannt. Die deutsche Bezeichnung für die heimische Bevölkerung lautet Galicier (span. gallegos, gal. galegos).


Santiago - Ziel des Jakobsweges
Santiago wurde um 830 zum Wallfahrtsort, als man die in einem Grab gefundenen Gebeine dem Apostel Jakobus zuschrieb. In der eindrucksvollen Kathedrale schmückt ein vergoldeter Baldachin den Altar. Ein ständiger Pilgerstrom bildet Schlangen, eine große Sitzfigur des hl. Jakobus wird als Zeichen der Ehrerbietung umarmt und geküsst. Santiago de Compostela gehörte neben Rom und Jerusalem zu den bedeutendsten Pilgerzielen des christlichen Mittelalters.
Seit dem Heiligen Jahr 1976 erlebt der Jakobsweg eine Renaissance. Jährlich treffen etwa 75.000 Pilger zu Fuß, auf dem Fahrrad, zu Pferd oder als Rollstuhlfahrer in Santiago ein. Seit dem frühen 11 Jh. ist die Jakobsmuschel (Pecten maximus) als Pilgerzeichen belegt. 1106 wurde in Italien von Wundern berichtet, die allein durch die Berührung eines solchen Pilgerzeichens stattfanden. Die Muscheln wurden von der Atlantikküste nach Santiago gebracht, üblicherweise mit zwei Löchern versehen und auf dem Markt nördlich der Kathedralentür an die Pilger verkauft. Die Muscheln wurden vorne am Hut getragen und dem Pilger oft mit ins Grab gegeben.
Ein weiterer Pilgerweg führt von Sevilla nach Santiago de Compostela, der sogenannte Silberweg oder Ruta de la Plata. Er führt entlang der Grenze zu Portugal durch die Extremadura und wurde vor etwa 2000 Jahren von den Römern erbaut. Die Mauren nannten ihn "Ruta Bal´latta", was "breiter gepflasterter Weg" bedeutet.

 

Die Kathedrale von Santiago de Compostela, Ziel des Jakobswegs   Santiago de Compostela - die schöne Pilgerstadt

Sehenswertes
Sehenswert ist die Kathedrale von Santiago de Compostela mit ihren Reliquien. Die Fassade der Kathedrale ist auch auf den Spanischen Cent-Münzen (0,01 € bis 0,05 €) abgebildet.
Nahe der Kathedrale findet sich das 'Hostal de los Reyes Católicos', das seit 1499 als Königliches Hospiz zur Aufnahme von Reisenden diente, die nach Santiago kamen, und heute eines der bekanntesten und luxuriösesten Parador-Hotels ist. Das Hotel ist eines der ältesten der Welt. Es verfügt über vier Kreuzgänge, elegante Räume, und einen prächtigen Speisesaal.
Sehr sehenswert ist die gesamte, von der UNESCO geschützte Altstadt, die mit der Kathedrale und dem Jakobsweg als Weltkulturerbe ausgewiesen ist.
Die belebteste Straße in der Altstadt Santiagos ist die Rúa de Franco, die direkt zum Platz vor der Kathedrale führt. Hier finden sich zahlreiche, infolge der Lage freilich überteuerte Restaurants mit galicischen Spezialitäten (Pulpo cocido, Vieira etc.).
Von der Kathedrale aus gelangt man durch die Rúa de Franco zum Ausgang der Altstadt und kann dann links über die "Praza de Galicia" (wo sich auch eine Informationsstelle befindet) in den neuen Stadtteil gehen, wo an Wochentagen zwar keine angenehme ruhige Stimmung herrscht, jedoch anschaulich wird, wie die unverfälschte Welt der Galegos aussieht. Nach rechts gelangt man in die Alameda oder "Parque da Ferradura", von dessen Promenade sich ein sehr schöner Blick auf die Altstadt und die Vorderseite der Kathedrale bietet. Im Schatten der Bäume fand noch bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts der traditionelle Compostelaner Viehmarkt statt, während sich am anderen Ende dieses "Hufeisens" (= Ferradura) das Denkmal für die galicische Dichterin Rosalía de Castro befindet.

 

Jakobsmuschel   Santiago de Comostela, Puente La Reina


Essen und trinken
In ganz Spanien ist die Region Galicien für seine ausgezeichnete Küche bekannt. Durch die Qualität und den hohen Bekanntheitsgrad der Produkte aus dem Meer nimmt Galicien einen privilegierten Platz im allgemeinen Bild der spanischen Gastronomie ein. Besonders typisch sind Fisch und Meeresfrüchte, die hier besonders zahlreich und in hervorragender Qualität vorkommen.
Die Jakobsmuschel, Viera, die als Symbol der Stadt gilt, ist eine Spezialität ersten Ranges. Das gleiche gilt für den Pulpo á la Gallega, gegrillten Tintenfisch mit Paprika.
Ein weiteres bekanntes Gericht ist die Empanada Gallega, eine Art Strudel mit Fisch-, Fleisch- oder Gemüsefüllung.
Unter den Süßspeisen ist die Tarta Compostelana, eine Mandeltorte, am bekanntesten.
Galicische Weißweine - allen voran die aus der Albariño-Traube gekelterten Tropfen - zählen heute zu den charaktervollsten Qualitäten, die Spanien in diesem Bereich aufbieten kann. Guten Ruf genießt auch der Ribeiro, ein junger und leichter Wein, der rot oder weiß ausgebaut wird, sowie Fefiñanes, Betanzos, Rosal, Valdeorras, Ulla und Amandi.


Tipps
Santiago ist einer der bekanntesten Wallfahrtsorte der Welt, und dementsprechend haben natürlich viele der regionalen Ereignisse religiösen Charakter.
La Semana Santa - die Karwoche - ist wie in allen größeren spanischen Städten ein bedeutendes Ereignis mit eindrucksvollen Prozessionen.
Im Mai findet die interessante Feria del Ganado statt, die 10 Tage lang dauert. Abgesehen von zahlreichen Darbietungen vor allem folkloristischer Gruppen ist sie auch ein kulinarisches Fest, und bei kaum einem anderen Ereignis hat man bessere Gelegenheit, alle Köstlichkeiten der regionalen Küche zu versuchen
Wer sich Ende Juli in Santiago aufhält, sollte sich auf keinen Fall das Apostel-Fest entgehen lassen. Am 24. Juli gibt es das "Fuego del Apostol", Feuer des Apostels, zu bewundern, ein pyrotechnisches Meisterwerk vor dem Obradoiro-Tor der Kathedrale. Am folgenden Tag wird während der Messe ein riesiges Weihrauchbecken, das an einem Seil an der Decke befestigt ist, durch die ganze Kathedrale geschwungen.
Von Mitte August bis Mitte September findet ein bedeutendes Festival der klassischen Musik mit zahlreichen Konzerten statt.
Interessant sind auch die von der Universität veranstalteten Sommerkurse, sowie die vom Instituto de Investigaciones Cientificas Padre Sarmiento organisierten Ausstellungen.


Einreisebestimmungen

Die aktuellen Reiseinformationen und Einreisebestimmungen für Österreichische Staatsbürger finden Sie unter http://www.bmaa.gv.at/

 
[print print this page | send mail this page | back back to previous page | top top | modified 10.07.2008]
 
Quick Links
Advertisement