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Ischia
Das Castello Aragonese in Ischia Ponte

Land: Italien / Ischia

Flughafen: Neapel Capodichino (NAP)

Sprache: Italienisch

Einwohner:  Ischia ca. 70.000

Währung: 1 Euro = 100 Cent

Zeitdifferenz zu MEZ/MESZ: keine


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Ischia in Kürze
Ischia, die grüne, blühende Insel im Golf von Neapel, zeigt die ganze Vielfalt Italiens von ihrer Sonnenseite: die üppige Mittelmeerflora mit ihren Weinbergen, Orangen- und Zitronenhainen, die Pinienwälder und Oleanderalleen, die malerischen Küstenstraßen, feinsandigen Strände, das milde Klima, das pulsierende Leben in den Urlaubsorten und die friedliche Abgeschiedenheit der kleinen Bauern- und Fischerdörfer. Ischia ist in sechs Gemeinden aufgeteilt, die um das Bergmassiv des Monte Epomeo und anderer kleinerer Hügel herum liegen. Ischia Porto ist der wirtschaftliche Mittelpunkt der Insel, da hier auch der wesentliche Fährverkehr zwischen der Insel und dem Festland abgewickelt wird, und Forio das kulturelle Zentrum.
Die Insel Ischia (sprich "Iskia") ist vulkanischen Ursprungs und hat eine Ausdehnung von 47 Quadratkilometern. Offenbar kamen schon zur Zeit der Griechen Kranke nach Ischia, in der Hoffnung auf Heilung. Wegen des milden Klimas und der Thermalquellen wurde Ischia schon früh touristisches Ziel. Auf der Insel mehrere Heilbäder vorhanden. Der Weinbau wird traditionell von den Senioren gepflegt, um den familieneigenen Hotel- oder Restaurantbetrieb zu versorgen. Der einst bedeutende Wirtschaftszweig der feinen Korbflechterei existiert nur noch in folkloristisch-touristisch verwerteten Resten. Fischerei wird rund um die Insel noch von etlichen einheimischen Familien betrieben.


Land und Leute
Gegründet wurde es schon von den Griechen; es war Schauplatz des Friedensvertrages von Lepidus, Marc Anton und Oktavian; Im Mittelalter organisierte man von hier die Inselverteidigung, indem man auf jede Klippe einen Wachturm stellte. Ab den 50er Jahren avancierte Forio zum kulturellen Zentrum der Insel. Es galt als Quelle der Inspiration. So lebten namhafte Musiker, Schriftsteller und Maler hier. Einer der bekanntesten: William Walton, dessen Vermächtnis man heute noch in dem Garten "La Mortella" besichtigen kann.
Auch Tennesee Williams, Truman Capote, Igor Strawinski und viele andere trafen sich in der Bar "La Maria" im Zentrum Forios. Heute geben sich hier zwar keine Künstler mehr die Türklinke in die Hand, doch ist der Stadtkern mit seinem Markt immer noch der beliebte Treffpunkt der Einheimischen und Touristen. Man verfügt über mehr als ein Dutzend Kirchen - von der pompösen Barockbasilika bis zur einfachen Kapelle.
Das Wahrzeichem Forios "La Madonna del Soccorso" steht wie ein ins Meer stechendes Schiff auf einem Felsvorsprung an der Meeresspitze Forio schmiegt sich an den Westhang des Epomeo und beherrscht die gesamte westliche Seite der Insel.
Wer Glück hat kann dann vielleicht sogar den "grünen Strahl" genießen: Ein außerordentlich seltenes Ereignis, das sich nur zeigt, wenn die Sonne an besonderen Tagen das Meer berührt.

Sehenswertes
Besonders sehenswert ist das Castello Aragonese in Ischia Ponte. Die auf einem Felsen - knapp vor der Küste - liegende Festung ist in verschiedener Hinsicht sehenswert. Zum einen wurde auf dem Felsen ein wunderschöner Garten mit Olivenbäumen, Oleander, Kakteen, Palmen und vielen weiteren Pflanzen angelegt, zum anderen ist der historische Hintergrund sehr interessant. Die Festung, die heute im Privatbesitz ist und besichtigt werden kann, wurde seit dem 12. Jahrhundert von vielen Eroberern eingenommen und besetzt. Im Mittelalter wohnten zu Spitzenzeiten 1890 Familien sowie Nonnen, Priester und Fürsten auf dem Felsen.
So sehenswert wie makaber ist die Nonnengruft. Hier wurden in einem kleinen Gewölbe entlang der Wände gemauerte Sessel errichtet. Diese hatten in der Sitzfläche eine Öffnung. Verstarb nun eine Nonne, wurde der Leichnam auf einen solchen Sessel gesetzt und verweste in dieser Haltung. Die dabei entweichenden Körperflüssigkeiten flossen durch die Öffnung in der Sitzfläche und tropften in ein spezielles Gefäß, welches unter dem Sessel platziert wurde. War der Leichnam vollständig skelettiert, wurde dieser in einen besonderen Knochenraum gebracht. Problematisch an dieser ganzen Sache war, dass die lebenden Nonnen täglich mehrere Stunden in dieser Gruft zum Meditieren über den Tod verbrachten. Durch die schlechte Luft und das teilweise vergiftete Klima in der Nonnengruft verstarben viele Nonnen frühzeitig.

Typisches
Auf Ischia wurde eine spezielle Art der Kaninchenzucht entwickelt, die in erster Linie mit den Anforderungen der Landwirtschaft in den Weinbergen und Feldern zusammenhängt, aus denen die optimale Form der natürlichen Tierzucht entstand: das Grubenkaninchen. Auf der Insel gibt es immer noch Tausende von Löchern und Gruben, die in der Nähe von Weinbergen gegraben wurden, da man ständig neue Erde für die Weinstöcke brauchte. Die Löcher in der Erde werden zur Kaninchenzucht benutzt, gefüttert wird mit lokalen Kräutern und Pflanzen. In diesen Gruben können sich die Kaninchen wie in Freiheit bewegen und graben, was sie bei Käfighaltung nie tun würden. Auf Ischia ist dies die verbreitetste Form der Tierzucht, die tief in den kulturellen und kulinarischen Traditionen verwurzelt ist.

Tipps
Der schmale Sandstreifen vor den Häusern und Hotels ist öffentlich und kann von jedem benutzt werden. Für die anspruchsvolleren steht der Citara Strand zur Verfügung - ein zu den - von Dr. Kuttner aus München gegründeten - Poseidon Gärten gehörender Privatstrand. Poseidon Gärten Das Non-Plus-Ultra der Thermalgärten Ischias: Märchenhafte Terrassenanlage mit 17 Frei- und 3 Hallenbädern.
Von der Insel aus kann man mehrere Tagesreisen zu interessanten Ausflugszielen (Neapel, Vesuv, Amalfiküste, Capri, Herculaneum, Paestum sowie der Nachbarinsel Procida) buchen.


Einreisebestimmungen

Die aktuellen Reiseinformationen und Einreisebestimmungen für Österreichische Staatsbürger finden Sie unter http://www.bmaa.gv.at/!

 
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