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Flughafen und Anrainersprecher verhandeln [13.03.2007]
Flughafenanrainer
Konstruktives Klima beim ersten Gespräch mit Verhandlungscharakter zur Weiterentwicklung einer friedlichen Koexistenz des Flughafens Salzburg mit seinen Nachbarn

Flughafen und Anrainersprecher verhandeln

Auftrag: Betriebszeiten strikt einhalten – Ziel: Hubschrauber-Ausbildungsflüge weiter einschränken – Bemühen: Situation an Spitzen-Samstagen im Winter entschärfen – Aktuell: Fluglärm-Messwerte seit heute online auf www.stadt-salzburg.at

Konstruktiv war das Klima beim ersten Gespräch mit Verhandlungscharakter zur Weiterentwicklung der friedlichen Koexistenz des Flughafens Salzburg mit seinen Nachbarn. Aufsichtsratsvorsitzender LHStv. Dr. Othmar Raus, Direktor Dipl.-Ing. Günther Auer und das Team des Managements sowie verschiedene Anrainersprecher aus der Umgebung des Flughafens und Bgm. Josef Flatscher mit dem Fluglärmschutzverband aus Freilassing trafen sich heute, Montag, zu einer 1. Runde. Der Dialog wird in rund 8 Wochen fortgesetzt.

Die Gesprächsteilnehmer kamen überein, dass die Betriebszeiten künftig strikt eingehalten werden. Die Betriebszeit des Flughafens Salzburg ist von 06:00 Uhr bis 23:00 Uhr. Lautere Flugzeug-Typen mit älterer Triebwerkstechnologie dürfen ihre Flüge nur zwischen 07:00 Uhr und 21:00 Uhr planen. Verspätungen sind auf Grunde der Betriebspflicht des Flughafens bis 23:00 Uhr abzufertigen. Flugbewegungen nach 23:00 Uhr sind von der Geschäftsführung des Flughafens in Ausnahmefällen separat zu bewilligen. Lebensrettende Flüge (Ambulanz) dürfen während der ganzen Nacht durchgeführt werden. Wenn es Ausnahmen von der Betriebszeit geben sollte, müssen diese vorab an die Anrainersprecher und den Ombudsmann kommuniziert werden, wurde vereinbart.

Weiters erging an die Geschäftsführung des Flughafen Salzburg der Auftrag,  Verhandlungen mit betroffenen Luftfahrtunternehmen zu einer Einschränkung der Ausbildungsflüge – insbesondere die Hubschrauberausbildungsflüge – zu führen.  Es geht um Beschränkungen an Samstagen, jetzt schon gilt an Sonn- und Feiertagen ein Flugverbot für z. B. Hubschrauber-Ausbildungsflüge. Anrainervertreter sollen zu diesen Verhandlungen mit den Luftfahrtunternehmen mitkommen, wurde vereinbart.

Seit heute, 17 Uhr, sind die Messwerte der Lärmdaten des Flughafen Salzburg für alle transparent und im Internet abrufbar. Unter www.stadt-salzburg.at stehen die Daten allen Usern zur Verfügung. Außerdem sind Quartalsberichte zu Dauerschallpegel und Maximalschallpegel sowie eine Interpretation der Daten geplant. Das ist eine Qualitätssteigerung in der Erfassung der Messwerte, wurde einhellig festgestellt.

Einhellig wurde auch festgestellt, dass die EU-Richtlinie – Stichwort: Stadtflughafen – für den Flughafen Salzburg rechtlich nicht anwendbar ist. Die Forderung nach einer Erklärung des Flughafens Salzburg zum „Stadtflughafen“ wird daher nicht aufrechterhalten.

Stichwort: An- und Abflugrouten. Einhellig wurde festgestellt, dass die Flugrouten von den Airlines noch besser als bisher eingehalten werden sollen. Eine generelle Änderung der Flugrouten ist derzeit aus sicherheitstechnischen Gründen für den Flughafen Salzburg nicht möglich. Wenn die technischen Voraussetzungen geschaffen sind, wird dieses Thema weiterverfolgt. Dieses Thema wird zwischen Geschäftsführung und Anrainervertretern – ebenso wie die Frage des passiven Lärmschutzes – weiter besprochen.

Landeshauptmann-Stv. Dr. Raus: „Wir sind bemüht, mit den Anrainern ein konstruktives Gespräch zu führen. Wir wollen mit den Anrainern gut auskommen. Das hat der Flughafen auch in der Vergangenheit bewiesen. Und das hat das heutige, konstruktive Gespräch auch gezeigt.“

Geschäftsführer Direktor Günther Auer: „Wir sind Diener der Region. Alle Passagiere, die hier starten und landen, nutzen Stadt und Land Salzburg. An gewissen Samstagen im Winter sind alle verstärkt betroffen – die Anrainer, aber auch die Mitarbeiter und die Fluggäste. Wir werden uns bemühen, diese Spitzentage zu entschärfen und zu entzerren. Dazu werden wir Gespräche mit Tourismusvertretern und Airlinern führen. Nur an 14 Tagen im Jahr haben wir mehr als 60 Landungen am Flughafen Salzburg. Das entspricht einem Anteil von 4%. Trotzdem bemühen wir uns, diese Spitzentage weiter zu entschärfen und zu entzerren.“

 

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